EMSA Lern- und Forschungslabor

Seminarveranstaltungen

In unterschiedlichen Lehrveranstaltungen an der HfMT Köln und an Partner-Musikhochschulen in NRW entwickeln und erproben Studierende in Zusammenarbeit mit Lehrenden und Schüler:innen an EMSA-Schulen neue Musiklern- und Musizierformate, die durch das EMSA-Zentrum auch anderen Standorten zur Verfügung gestellt werden. Anliegen aus der Praxis werden im Hochschulkontext zum Anlass für Forschung und Entwicklung und ermöglichen damit Studierenden direkte Einblicke in zukünftig berufliche Kontexte. Ausgewählte Seminararbeiten werden regelmäßig in Form von Publikationen oder Vorträgen veröffentlicht.

EMSA-Schülermentor:innen ausbilden und begleiten

ein Berufsfeldpraktikum mit Begleitseminar im WS 2025/26
(Leitung: Stephanie Buyken-Hölker, Benjamin Müllenmeister)

Peer-Learning, also das Lernen von Schüler:innen voneinander, ist nachweisbar eine wichtige Quelle für die musikalische Entwicklung. Studierende haben nun bereits zum zweiten Mal die Möglichkeit, ihr Berufsfeldpraktikum in diesem Bereich zu absolvieren, indem sie sich an der EMSA-Qualifizierung von Schülermentor:innen beteiligen. So werden sie u.a. am KickOff-Tag am 30.10.2025 an der HfMT Köln Kurzworkshops anbieten und an den Regionaltagen die Schüler:innenteams in ihren Intensivworkshopeinheiten begleiten.

Musikalische Bildungsverläufe von EMSA-Schülermentor:innen erforschen

ein Forschungsseminar im WS 2025/26
(Leitung: Carmen Heß & Christine Stöger)

Was bewirkt, dass Schüler:innen ihre musikalische Bildung in der Schule selbst in die Hand nehmen? Wie kann Schule die aktive Teilhabe an Musikkultur für möglichst viele Menschen stärken? Was sehen die Schüler:innen selbst als ansprechend, unterstützend und wirksam an?
Diese Fragen sind Teil eines Forschungsprojektes, das im Rahmen der Initiative Eine (Musik)Schule für alle (EMSA) eine Gruppe von Schüler:innen besonders in den Fokus nimmt, nämlich diejenigen, die sich zu Mentor:innen ausbilden lassen wollen. Mentor:innen übernehmen in der Schule im Bereich von Musik Verantwortung, indem sie als Übepat:innen, als Kulturmanager:innen, als Ensembleleiter:innen, als Anleiter:innen für kleinere musikpädagogische Programme (etwa die Vocal Break) tätig werden und ihre Peers wiederum zum Musikmachen anregen. Sie sind eine besonders interessante Gruppe zur Erforschung von Motivation und Agency in Bezug auf die eigene musikalische Entwicklung. Sehr oft handelt es sich um Schüler:innen, deren Hintergrund eine musikalische Aktivität kaum bis gar nicht unterstützt. Was treibt sie (dennoch) an? Was unterstützt sie und welche Entwicklungswege zeichnen sich ab?
Durch die Teilnahme an dem Seminar werden die Studierenden Mitglied eines kleinen Forschungsteams, das für diese Gruppe Interviews entwickelt, durchführt und sie nach Fragestellungen auswertet, die tiefere Erkenntnisse über die Motivationen und Interessen diese Schüler:innen bringen soll. Sie soll insbesondere jene Studierenden ansprechen, die sich für eine Abschlussarbeit interessieren und dabei Einblicke in qualitative Forschung gewinnen möchten. Das Seminar verbindet die Studiengänge Instrumental-/Gesangspädagogik und Lehramt sowie die Standorte Köln und Wuppertal.

PeerGroupBands

Standortübergreifendes Seminar an der HfMT Köln an den Standorten Köln und Wuppertal
(Leitung: Stephanie Buyken-Hölker und Prof. Dr. Carmen Heß)

Einblick in Ergebnisse aus dem Sommersemester 2023  in Form eines Posters, das im Rahmen der EAS in Lyon präsentiert wurde.

Musikunterricht neu denken und beforschen

DBR-orientierte Entwicklungsprojekte an EMSA-Schulen
(Leitung: Stephanie Buyken-Hölker und Prof. Dr. Christine Stöger)

ÜbePeers

Seminar mit Schüler:innen aus Leverkusen und Studierenden der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf
(Leitung: Prof. Ursula Schmidt-Laukamp und Prof. Dr. Kerstin Weuthen)

Forschungsprojekte

EMSA-InSide
Zur Perspektive von Lehrenden des Musikkooperationsprojekts Eine (Musik)Schule für alle

Durchführung: Prof. Dr. Carmen Heß & Prof. Dr. Christine Stöger

Die Initiative Eine (Musik)Schule für alle hat sich mittlerweile stark verbreitet und nach etwa zehn Jahren können die Mitwirkenden auf einige Erfahrungen zurückblicken. Damit bietet sich ein reiches Feld mit Einblicken für Forschende, die wiederum der (Weiter-)Entwicklung dieses und ähnlicher Vorhaben nützlich sein könnten. Eine Beteiligung an EMSA ist für die Lehrenden aus Musikschule und Schule faktisch selbstverständlich damit verbunden, sich auf mehr oder weniger große Veränderungen einzulassen und sie sogar zu gestalten – als Team und in Kooperation mit der Partnerinstitution. Solche Transformationsprozesse betreffen verschiedene Ebenen und sie lassen zentrale Fragen musikalischer Bildung wieder oder neu in den Vordergrund treten. Sie tangieren aber auch das Selbstverständnis der Lehrenden und der Institutionen, denen sie angehören. Gerade dieses in Bewegung geratene Feld eignet sich in besonderer Weise für die Beobachtung und Reflexion von inneren und äußeren Entwicklungen.
Mit diesem Forschungsprojekt werden die Lehrenden ins Zentrum gerückt. Was bedeutet EMSA für die Lehrenden aus Schule und Musikschule? Welche Wirkungen nehmen sie in Bezug auf sich selbst, die Schüler:innen und schließlich auch auf ihre Institutionen und deren Kooperation wahr? Welche Herausforderungen, Grenzen und Hemmnisse werden erlebt? Was zeichnet schließlich den für EMSA spezifischen gemeinsamen Erfahrungsraum aus? Seit dem Frühjahr 2025 werden Interviews mit Kernteams und EMSA-Musikkoordinator:innen geführt und nach der Dokumentarischen Methode ausgewertet. Die Ergebnisse sollen entsprechend kommuniziert und zur Anregung von Diskussion, Reflexion sowie als Hilfe zur Steuerung der weiteren Entwicklung von EMSA dienen.

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