Qualifizierung für EMSA-Musikkoordinator:innen

Damit das jeweilige Kooperationsprofil einer EMSA-(Musik)Schule verlässlich und nachhaltig aufgebaut werden kann, braucht es die Etablierung einer Musikkoordination bzw. von EMSA-Musikkoordinator:innen (MuKo).

Die EMSA-Musikkoordination besteht jeweils aus einer Lehrkraft aus Musikschule und Schule. Die EMSA-Musikkoordinator:innen sind diejenigen, die die Kooperation in Absprache mit den Schulleitungen maßgeblich gestalten und managen.

Die Einrichtung einer EMSA-Musikkoordination ist ein zentraler Knotenpunkt und bildet die inhaltliche und strukturelle Grundlage sowie Voraussetzung, EMSA-Schule zu sein.

Inhalte der Qualifizierung

Die Lehrkräfte erwerben wesentliche Kenntnisse und Kompetenzen zur Entwicklung und Etablierung eines eigenen (musik)schulspezifischen EMSA-Kooperationsmodells. Die Qualifizierung orientiert sich in Theorie und Praxis an den drei tragenden Säulen einer EMSA-Kooperation:

Führung und Gestaltung der Kooperation

Über geeignete Tools werden Grundlagen für eine kompetente Kommunikation sowie zur Bildung und Führung von Teams gelegt. Dieses umfasst ebenfalls Fähigkeiten zur Durchführung von Beratungen sowie zur Lösungsfindung in konflikthaften Situationen sowie zur Bewältigung von Verwaltungs- und Organisationsaufgaben.

Gemeinsame Konzeption musikalischer Bildungswege

Die Teilnehmer:innen erhalten praxisnahe Einblicke in die Musizier- und Unterrichtsbausteine, die bisher im Rahmen von EMSA auf der Basis der EMSA-Qualitätskriterien entwickelt worden sind. Dies dient als Anregung für die Gestaltung und Umsetzung eines aus Sicht des Schulfachs Musik und der Instrumental-/Gesangspädagogik gedachten passgenauen Konzepts musikalischer Bildung an den eigenen (Musik)Schulstandorten.

Aufbau der EMSA-Strukturen

Unterschiedliche Teams und Zuständigkeiten bilden die strukturelle Basis einer EMSA-Kooperation. Die angehenden EMSA-Musikkoordinator:innen lernen die bisher entwickelten Strukturen und Hintergründe von EMSA kennen und erhalten Unterstützung beim Aufbau des eigenen Modells.

Informationen für interessierte Musikschulen und weiterführende Schulen:

Wie wird man EMSA-Schule?

Nachdem Schulleitungen von weiterführender Schule und Musikschule den Entschluss gefasst haben zu kooperieren, sollten sie sich vorab gemeinsam über ihr jeweiliges Interesse an EMSA verständigen.

Unterstützende Fragen können sein:

  • Was wird von einer EMSA-Kooperation erwartet?
  • Welche Hoffnungen sind mit einer EMSA-Kooperation verbunden?
  • Welche Ziele stehen im Fokus? Lassen sich die jeweiligen Ziele beider Schulen kombinieren?
  • Was sind beide Kooperationspartner:innen bereit zu geben/zu investieren?
  • Was erwarten die Schulleitungen bzw. die Institutionen voneinander?
  • Welche jeweiligen schulrechtlichen Angelegenheiten müssen vorab geklärt werden?

Informationen zur Anmeldung für die Qualifizierung für EMSA-Musikkoordinator:innen (MuKo)

Beide Schulen stellen jeweils eine Lehrkraft zur Verfügung, die als Team an der Qualifizierung zur  Musikkoordination teilnehmen. 
Die Lehrkräfte werden für die Präsenztermine der Qualifizierung freigestellt.
Die Lehrkräfte der EMSA-Musikkoordination sind vorzugsweise an ihren Schulen festangestellte Personen.

EMSA-Musikkoordinator:innen erhalten für ihre MuKo-Tätigkeit je nach Schulgröße ein wöchentliches Stundenkontingent von mindestens zwei Stunden pro Lehrkraft. Da die Implementierung des EMSA-Modells bereits parallel zur Qualifizierungsmaßnahme läuft, gilt diese Vereinbarung mit Beginn der Qualifizierung.

Finanzierung

Die EMSA-Musikkoordinator:innen werden jeweils von der eigenen Institution finanziert.

Musikalische Bausteine werden nach Absprache beider Schulleitungen von den jeweiligen Institutionen finanziert.

Beispiele:

  • Bausteine, wie das Ensemble Jederzeit oder die VocalBreak, die in der Regel von Musikschullehrkräften ausgeführt werden, können über eine Kapitalisierung von Stellenanteilen von der weiterführenden Schule übernommen werden.
  • Die MehrMusikWerkstatt (MMW) wird in der Regel von der Musikschule finanziert. (EMSA stellt den (Musik)Schulen eine fortlaufend aktualisierte Liste mit Fördermöglichkeiten zur Verfügung.)
  • Der instrumentale Unterricht wird über Elternbeiträge oder sonstige Förderungen beglichen.

Die für die Lehrkräfte entstehenden Kosten im Zuge der Qualifizierung übernehmen die jeweiligen Schulen (z.B. Fahrt, Unterkunft).

Informationen nach Anmeldung zur Qualifizierung für EMSA-Musikkoordinator:innen (MuKo)

Das EMSA-Modell wird parallel zur Qualifizierung an den Schulen implementiert. Hier brauchen die EMSA-Musikkoordinator:innen die Rückhalte der Schulleitungen hinsichtlich Herausforderungen, die sich durch die neu etablierte Funktion eines Kooperationsmanagements ergeben. Dieses kann im Bereich von Verwaltung und Administration liegen, ebenso wie in der Etablierung und/oder von musikalischen Bausteinen. Eine Unterstützung durch die jeweiligen Schulkollegien wäre gewinnbringend und ist anzustreben.

Die Schulleitungen ermöglichen ihren Lehrkräften die Teilnahme an weiterqualifizierenden Fortbildungen des EMSA-Zentrums. Auch gestatten sie nachrückenden EMSA-Musikkoordinator:innen die Teilnahme an einer Nachqualifizierung im EMSA-Zentrum.

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