Das Wahlpflichtfach Musik mit Anbindung an EMSA

Der EMSA-Baustein “Mein Weg auf die Bühne!”

KONZEPT

EMSA steht für „Eine (Musik)Schule für alle“ und bezieht sich auf das gleichnamige Forschungs- und Schulentwicklungsprojekt, das seit 2015 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (www.emsa-zentrum.de) verortet ist.

EMSA richtet den Blick auf die Kooperationsbeziehungen zwischen weiterführender Schule und Musikschule – mit dem Ziel, musikalische Bildungsangebote ab Klasse 5 gemeinsam zu konzipieren und zu gestalten, um allen Schülerinnen und Schülern lebenslangemusikalische Bildungsbiographien zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit zwischen beiden musikpädagogischen Institutionen ist als nachhaltige Kooperation im Sinne einer Ko-Konstruktion angelegt.

Das Wahlpflichtfach Musik bietet mit der Anbindung an EMSA auf der Basis einer engen Verzahnung von Lernen im allgemeinbildenden Musikunterricht und instrumentalem/vokalem Lernen den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit individueller musikalisch-künstlerischer Schwerpunktsetzung und beruflicher Orientierung.

Der Unterricht wird sowohl inhaltlich als auch strukturell mit dem Lernen im Instrumental-/Gesangsunterricht verzahnt. Den curricularen Rahmen bildet der schulinterne Lehrplan des Wahlpflichtfachs Musik. Durch die Verknüpfung von Instrumental-/Gesangspädagogik und Schulmusik werden Ressourcen und Expertisen beider musikpädagogischer Berufsfelder genutzt. Im Sinne eines kumulativen Lernprozesses greift der Musikunterricht die individuellen musikalischen Vorerfahrungen auf und bezieht sie auf die inhaltlichen Schwerpunkte und den Kompetenzaufbau im Fach Musik.

Die Erweiterung und Vertiefung der handlungsbezogenen Kompetenzen geschieht im Wahlpflichtfach Musik insbesondere in der Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Identität. Musikstücke des Instrumental-/Gesangsunterrichts können Ausgangspunkte für musikalische Gestaltungen im Musikunterricht darstellen. Als „künstlerisch Forschende“ gehen die Lernenden den Fragestellungen des Musikunterrichts aus der Perspektive der künstlerisch Agierenden nach. Ein als Portfolio gestaltetes Forschungstagebuch kann dabei die künstlerischen Reflexionsprozesse dokumentieren und als Grundlage für die Kommunikation zwischen den Lehrkräften von Schule und Musikschule dienen. (Weitere Informationen zu Methoden und Konzepten der Forschungsdisziplin „Künstlerische Forschung“ siehe https://fkf.hfmt-koeln.de.)

Der Musikunterricht im Wahlpflichtfach kann auch strukturell für individuelle musikalische Lernprozesse geöffnet werden. In festgelegten Zeitfenstern können Übephasen, Instrumentalunterricht, Probenarbeit, Konzertbesuche, Feldforschungen etc. auch außerhalb der Schule stattfinden. Die kooperierende Musikschule kann in diesem Kontext auch räumlich zum Ort des Lernens am Vormittag werden (individuelle Überäume, Musikschul-Instrumentarium, Tonstudio). Der Unterricht wird von Schulseite aus durch die Schulmusiklehrkraft und von Musikschulseite aus durch eine Instrumentallehrkraft koordiniert und inhaltlich begleitet.

STANDORTBEZUG

Das Wahlpflichtfach Musik mit Anbindung an EMSA wurde entwickelt und erstmalig umgesetzt am EMSA-Projektstandort Heinsberg (Kreisgymnasium Heinsberg in Kooperation mit der Jugendmusikschule Heinsberg.)  Beispiele für einen schulinternen Lehrplan oder für konkretisierte Unterrichtsvorhaben können durch Kontaktaufnahme mit dem EMSA-Hochschulteam eingesehen werden.

Tags

fachspezifische Drehtür, gemeinsame Sache auch inhaltlich-curricular, verpflichtend, instrumentales Lernen in der Schule, aufbauend